Projekt
Immigration und Behinderung
Barrieren überwinden durch die Sachwalterschaft
Im Jahr 2016 hat der Verein ein spezifisches Projekt mit folgenden Zielen gestartet:
- Information von Migrantinnen, Migranten und ausländischen Personen über die Rolle der Sachwalterin bzw. des Sachwalters
- Sensibilisierung lokaler Gemeinschaften und territorialer Dienste
- Förderung des Zugangs zu Rechten für Menschen in Situationen von Fragilität, auch wenn diese nur vorübergehend ist
Das Projekt wollte jenen Menschen eine Stimme und konkrete Instrumente geben, die häufig über kein stabiles familiäres oder soziales Netzwerk verfügen, und ihnen klare, zugängliche und kulturell angemessene Informationen anbieten.
Durchgeführte Aktivitäten:
Mehrsprachige Informationsbroschüre
Erstellung und Verbreitung eines Informationsflyers zur Sachwalterschaft, übersetzt in 13 Sprachen und speziell für interkulturelle Kontexte konzipiert.
Website in englischer Sprache
Veröffentlichung der Website www.guardianship.it, des ersten italienischen Portals zur Sachwalterschaft in englischer Sprache.
Interassoziativer Runder Tisch
Ein Austausch- und Arbeitskreis mit auf dem Gebiet tätigen Einrichtungen und Organisationen analysierte die Bedürfnisse von Menschen mit Migrationshintergrund und reflektierte über die Rolle der Sachwalterschaft. Zu den beteiligten Akteuren gehörten Volontarius, Forum Prävention, die Langer-Stiftung, Savera, die Gemeinde Bozen sowie die Koordinatorin der Vormundschaftsrichter:innen.
Öffentliche Sensibilisierungsveranstaltung
Am 16. November 2017 fand an der Schule „Einaudi“ in Bozen eine öffentliche Informationsveranstaltung statt, mit direkten Erfahrungsberichten einer begünstigten Person und eines Sachwalters bzw. einer Sachwalterin. Die Veranstaltung war für die gesamte Bevölkerung offen.
Ein weiterhin aktuelles Projekt
Dieser Weg hat gezeigt, dass die Sachwalterschaft auch ein Instrument des interkulturellen Schutzes sein kann: ein flexibles und anpassungsfähiges Instrument, das auf komplexe Lebenssituationen reagieren kann und auch – wenn nur vorübergehend – einen wichtigen und grundlegenden Bezugspunkt für besonders vulnerable Menschen bietet.