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Statistische Daten ​

zur Sachwalterschaft

Eine Analyse der Entwicklungen der letzten zehn Jahre


In diesem Abschnitt werden die wichtigsten offiziellen Daten zur Entwicklung der Sachwalterschaften vorgestellt, basierend auf den Statistiken des italienischen Justizministeriums.

Die Daten, die sowohl für das gesamte Staatsgebiet als auch für die Autonome Provinz Bozen – Südtirol verfügbar sind, geben Einblick in die Verbreitung und Entwicklung dieses Instruments im letzten Jahrzehnt.

Die folgenden Grafiken zeigen die Anzahl der anhängigen Sachwalterschaften in den letzten zehn Jahren – auf nationaler Ebene und in Südtirol.

Zudem wird die jährliche Zahl der neu eröffneten Verfahren dargestellt, mit einem besonderen Fokus auf den Zuständigkeitsbereich des Landgerichts Bozen.

Es handelt sich um die einzigen offiziellen nationalen Daten, veröffentlicht vom Justizministerium. Die Statistiken beziehen sich auf zivilrechtliche Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit und werden jährlich aktualisiert.


Anhängig gewordene Sachwalterschaften in Italien



Anhängig gewordene Sachwalterschaften in Südtirol

Ein Blick auf die Entwicklung in Südtirol


In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der anhängigen Sachwalterschaften in Südtirol deutlich gestiegen:

von 2.110 aktiven Verfahren im Jahr 2014 auf 3.696 im Jahr 2025 

ein Anstieg von über 70 %, der zeigt, dass die Sachwalterschaft heute ein zentrales Instrument ist, um auf soziale, gesundheitliche und persönliche Fragilität zu reagieren.

Auch die jährlich neu eröffneten Verfahren sind stabil geblieben, mit durchschnittlich 530–570 Fällen pro Jahr. Dies bestätigt die weite Verbreitung der Maßnahme und ein wachsendes Bewusstsein in der Bevölkerung und bei den Sozialdiensten.

Der zunehmende Rückgriff auf die Sachwalterschaft hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen:

  • der Alterung der Bevölkerung,
  • dem Anstieg von Einsamkeit und sozialer Ausgrenzung,
  • der besseren Kenntnis des Instruments durch Familien, Fachkräfte und Freiwillige.

Diese Zahlen erzählen nicht nur von der Verbreitung eines juristischen Instruments, sondern auch vom Bedürfnis nach Schutz, Begleitung und Vertretung, das immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft betrifft.

Wie viele Sachwalterschaften werden jährlich in Südtirol eröffnet?


Ein Blick in die Zukunft

Wie wird sich die Sachwalterschaft in den kommenden Jahrzehnten entwickeln?


In den Jahren 2024 und 2025 präsentierte der Biostatistiker Markus Falk auf zwei vom Verein organisierten Tagungen eine Prognose zur Entwicklung der Sachwalterschaft in Südtirol.

Auf Grundlage demografischer Projektionen und offizieller Gesundheits- und Altersdaten zeigt die Studie einen kontinuierlichen Anstieg der Zahl von Personen, die künftig eine individuelle rechtliche Unterstützung benötigen könnten.


Was zeigen die Prognosen?


  • In den nächsten 20–30 Jahren wird der Anteil der über 80-Jährigen stetig zunehmen.
  • Bis 2050 könnte die Zahl der aktiven Sachwalterschaften in Südtirol über 8.000 liegen – eine Verdoppelung gegenüber dem heutigen Stand.
  • Der Anstieg hängt nicht nur mit dem höheren Lebensalter, sondern auch mit veränderten Familienstrukturen, gesellschaftlichen Entwicklungen und größerem Bewusstsein für Rechte zusammen.

🧭 Warum ist der Blick nach vorn wichtig?

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Diese Daten helfen uns, die Bedürfnisse einer sich wandelnden Gesellschaft frühzeitig zu erkennen. Sich heute vorzubereiten bedeutet, ein starkes, gut vernetztes und geschultes System aufzubauen, das Schutz, Nähe und angemessene rechtliche Unterstützung für alle Menschen in verletzlichen Lebenslagen gewährleistet.​
Prepararsi oggi significa costruire una rete più solida, formata e capillare, in grado di garantire protezione, vicinanza e strumenti giuridici adeguati per tutte le persone in condizione di vulnerabilità.