Am Freitag, den 10. Oktober, fand im Repräsentationssaal der Gemeinde Bozen die Tagung
„Existentielles Lebensprofil (PEdV) – Heute das ›Nach uns‹ gestalten“ statt, organisiert von der Gemeinde Bozen in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsrätin..
Die Veranstaltung war dem Existenziellen Lebensprofil gewidmet, einem Instrument, das dabei unterstützt, wirklich individualisierte Lebenswege zu gestalten, die auf den Wünschen, Gewohnheiten und Lebenszielen jeder einzelnen Person basieren.
Während der Veranstaltung wurden die Erfahrungen der Gemeinde Reggio Emilia vorgestellt, die als erste in Italien das Existenzielle Lebensprofil umgesetzt hat. Dabei wurden konkrete Anregungen aufgezeigt, wie sich dieser Ansatz in operative Praxis in den Diensten und Pflegeprojekten übersetzen lässt – und wie er auch in der Provinz Bozen im Rahmen einer gemeinsamen Arbeit von Institutionen, Diensten und dem Dritten Sektor eingeführt werden kann.
In ihrem Beitrag vertiefte die Direktorin Roberta Rigamonti den Zusammenhang zwischen Sachwalterschaft und dem PEdV und hob hervor, dass dieses Instrument es dem Sachwalter ermöglicht, die begünstigte Person umfassend kennenzulernen und im vollen Respekt ihrer Entscheidungen zu handeln – im Einklang mit Artikel 410 des Zivilgesetzbuches.
Das Existenzielle Lebensprofil verkörpert die Werte unseres Ethikkodex – Autonomie, Respekt und Teilhabe – und stellt einen wichtigen Schritt hin zu einer Kultur der Sorge dar, die auf Zuhören und geteilter Bewusstheit basiert.