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Ein Vermächtnis, das die Gegenwart weiterhin prägt

22. April 2026 durch
Ein Vermächtnis, das die Gegenwart weiterhin prägt
Associazione per l'Amministrazione di Sostegno

Unsere Direktorin, Roberta Rigamonti, hat in Rom an der Tagung „Il grande cielo di Paolo Cendon“ teilgenommen, die dem kürzlich verstorbenen Paolo Cendon gewidmet war. Eine bedeutende Gelegenheit, zu den Wurzeln eines Weges zurückzukehren, der die Entwicklung des rechtlichen Schutzes in Italien maßgeblich geprägt hat.

Seine Geschichte nachzuzeichnen bedeutet, eine Vision neu zu lesen, die das Verständnis von Schutz grundlegend verändert hat: weg von einer rein formalen Absicherung hin zu einer konkreten Aufmerksamkeit für die Person – für ihre Bedürfnisse, ihre Wünsche und ihren Lebensentwurf..

Das Denken von Paolo Cendon hat entscheidend zur Entwicklung der Sachwalterschaft beigetragen und Prinzipien in den Mittelpunkt gestellt, die heute als unverzichtbar gelten: Würde, Selbstbestimmung und Teilhabe. Werte, die sich auch in aktuellen kulturellen und rechtlichen Entwicklungen widerspiegeln sowie in gemeinsam erarbeiteten ethischen Orientierungen auf lokaler und internationaler Ebene.

Sein Vermächtnis gehört nicht nur der Vergangenheit an, sondern lebt im täglichen Handeln all jener weiter, die in diesem Bereich tätig sind. Es bedeutet, sich jeden Tag bewusst dafür zu entscheiden, Interventionen zu gestalten, die rechtliche Dimension und menschliche Beziehung miteinander verbinden.

In einem sich wandelnden sozialen Kontext – geprägt von zunehmend komplexen Fragilitäten und oft weniger stabilen familiären Netzwerken – bedeutet es eine konkrete Verantwortung, diese Vision lebendig zu halten. Es heißt, weiterhin Instrumente und Wege zu entwickeln, die den realen Bedürfnissen der Menschen gerecht werden und gleichzeitig ihre Selbstbestimmung stärken.

Für unsere Organisation bedeutet dies ein tägliches Engagement: begleiten, zuhören, Netzwerke aufbauen und eine Kultur des rechtlichen Schutzes fördern, die den Menschen wirklich in den Mittelpunkt stellt.

In dieser Verbindung von Denken und Handeln erkennen wir den tiefsten Wert des Vermächtnisses von Paolo Cendon.

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