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Mit dem Gesetz Nr. 6 von 2004 wurde ein Rechtsinstitut in die italienische Rechtsordnung aufgenommen, welches den Schutz von bedürftigen Personen zum Ziel hat, und dabei die Handlungsfähigkeit von dieser so wenig wie möglich einschränken will: die Sachwalterschaft. Diese Form des Schutzes richtet sich an alle, die aufgrund einer Krankheit oder einer körperlichen oder geistigen Behinderung unfähig sind, wenn auch nur teilweise oder vorübergehend, die eigenen (persönlichen und/oder wirtschaftlichen) Interessen wahrzunehmen.

 

Der Kreis potentiell Begünstigter ist daher sehr weit: Senioren mit einer Demenz, psychisch Kranke, Personen mit kognitiven oder physischen Behinderungen, Alkoholabhängige, Drogenabhängige, Spielsüchtige, Personen mit degenerativen Krankheiten usw.

Liegen die Voraussetzungen vor (Krankheit/Behinderung und folglich eine Unfähigkeit, die eigenen Interessen wahrzunehmen), ernennt der Vormundschaftsrichter des Ortes, an dem der Begünstigte seinen Wohnsitz oder sein Domizil hat, mit Dekret einen Sachwalter. Dieser wird ermächtigt, die begünstigte Person bei jenen Tätigkeiten zu unterstützen und/oder zu vertreten, bei denen diesbezüglich eine Notwendigkeit festgestellt wird.

 

Die Erfüllung der Aufgaben ist tendenziell unentgeltlich und verlangt viel Zeit, Zuhörvermögen, Empathie, Beziehungsgeschick, Organisationstalent sowie Kenntnisse über die verschiedenen territorialen Dienste und örtlichen Gegebenheiten im Allgemeinen.

Der Sachwalter ist eine Amtsperson, so dass die Übernahme des Amtes auch rechtliche Verantwortung mit sich bringt.

 

Gesetz der Sachwalterschaft